Definition Was ist SDN?

Von Sarah Böttcher 2 min Lesedauer

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Im Software-Definded Networking, kurz SDN, erfolgt eine Trennung der Netzwerkarchitektur in Hard- und Software. Dadurch werden die Hardwarekomponenten von der Steuerung getrennt. Diese findet zentral und effizient per Netzwerkbetriebssystem statt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Das Software Defined Networking (SDN) geht auf ein an der Stanford University im Jahr 2005 entwickeltes Konzept zurück. Seit 2013 gibt es Geräte, die SDN umsetzen können. Im klassischen Netzwerk findet sowohl die Konfiguration und Steuerung als auch der eigentliche Datenverkehr über die einzelnen integrierten Hardwaregeräte statt. Dagegen besteht im SDN eine Trennung zwischen der Hardware für die Datenebene (Data Plane) und der Software für die Steuerungsebene (Control Plane). Per Software wird die Steuerung zentralisiert. Das vereinfacht die Administration, führt zu mehr Flexibilität und steigert die Effizienz.

Wesentliche Merkmale

SDN vereinfacht dank der zentralen Steuerung die Einrichtung der Netzwerkinfrastruktur, die Automatisierung von Prozessen, die Anpassung an veränderte Gegebenheiten, die Erweiterung sowie die schnelle Reaktion bei schwankender Kapazitätsauslastung und Sicherheitsrisiken. IT-Mitarbeiter können sich jederzeit einen Überblick über das gesamte Netzwerk verschaffen und bei Bedarf umgehend eingreifen. Neben der effizienten Verwaltung spart dies Zeit und Kosten, indem beispielsweise Arbeitswege zu einzelnen Switches und Routern entfallen.

Das Netzwerkbetriebssystem

SDN arbeitet mit einem eigenen Netzwerkbetriebssystem. Dieses speichert sämtliche Informationen wie die integrierten Hardwarekomponenten, deren Konfiguration und die Routingregeln. Mit der Zentralisierung ist jederzeit die Anfertigung von Sicherheitskopien möglich, die im Bedarfsfall die Wiederherstellung eines Zustandes ermöglichen. Sämtliche Informationen der Netzwerkstruktur sind für Administratoren stets abrufbar. Über das Betriebssystem lassen sich effektive Regeln zum Lastenausgleich erstellen, die Anweisungen an die Hardwarekomponenten beim Erreichen bestimmter Schwellenwerte weitergeben. Derartige Automatisierungen erübrigen in vielen Fällen das manuelle Eingreifen und optimieren die Ressourcen. Die Kommunikation zwischen der Software und den Hardwarekomponenten erfolgt über zu definierende Protokolle.

Flexible Hardwareintegration

Verfügen die Hardwarekomponenten im klassischen Netzwerk jeweils über eine interne Software zur Konfiguration und Steuerung, entfällt diese Notwendigkeit beim SDN. Dadurch gestaltet es sich unkomplizierter, Hardware von unterschiedlichen Herstellern zu integrieren oder einzelne Komponenten auszutauschen. Es besteht Flexibilität bei Netzwerkerweiterungen und auch bestehende Netzwerke lassen sich mittels zentraler Softwaresteuerung einbinden.

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